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Hannover

Unser Schatz für Niedersachsen

09.12.2021
Landesmuseum Hannover

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Ein Jahr lang feiert NDR Niedersachsen mit einer besonderen Aktion das 75-jährige Landesjubiläum. Unter dem Namen „Unser Schatz für Niedersachsen“ waren Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, ihre persönlichen Erinnerungsstücke, mit denen sie ein Ereignis der Landesgeschichte verbinden, im Hörfunk, im Fernsehen, online und in den sozialen Medien von NDR Niedersachsen zu präsentieren. Das Radioprogramm NDR 1 Niedersachsen, „Hallo Niedersachsen“ und andere Magazine im NDR Fernsehen sowie die Internetseiten von NDR.de/niedersachsen haben darüber das ganze Jahr berichtet. Krönender Abschluss ist die Ausstellung, „Unser Schatz für Niedersachsen“ die vom 8. Oktober bis zum 2. Januar 2022 zum 75. Geburtstag Niedersachsens im Landesmuseum Hannover gezeigt wird. Der NDR kooperiert dazu mit dem Landesmuseum. Der Eintritt ist frei. Niedersachsens Ministerpräsiden Stephan Weil eröffnete die Ausstellung am Freitag: „Ich freue mich sehr über diese tolle Ausstellung des NDR, die mit kleinen Fundstücken viel über die Geschichte unseres Landes und seine Menschen erzählt. Der NDR hat die Entwicklung Niedersachsens von Anfang begleitet und in unzähligen Bild- und Tonaufnahmen archiviert – vom Wunder in Legende bis zu Lenas ESC-Sieg. Zum 75. Landesjubiläum gewährt der NDR interessante und unterhaltsame Einblicke in seine große Schatzkiste – in seinen Hörfunk- und Fernsehsendungen, Online-Angeboten und in der Ausstellung ‚Unser Schatz für Niedersachsen‘. Erinnerungen werden geweckt und Geschichte wird erlebbar. Ein wunderbares Geburtstagsgeschenk für die Niedersächsinnen und Niedersachsen.“ Die Ausstellung zeigt mehr als 60 Gegenstände und Zeitzeugnisse, die NDR Zuschauer*innen und Hörer*innen im Verlauf des Jahres als ihren Schatz der Geschichte Niedersachsens präsentiert haben. Ein Stück verbrannter Feuerwehrschlauch von der Waldbrandkatastrophe, Not-Ausweise aus der Nachkriegszeit, Plakate vom ersten Stones-Open-Air in Niedersachsen, eine Schleiereule, die der Schneekatastrophe 1979 zum Opfer gefallen ist, sind nur einige Beispiele. Diese Schätze werden mit der jeweiligen Geschichte der Leihgeber*innen und mit Fotos von ihnen in unterschiedlichen Bereichen der Ausstellung vorgestellt. Die Bereiche umfassen den Neuanfang des Landes ebenso wie besondere sportliche Ereignisse, den Erfindergeist der Menschen in Niedersachsen, Katastrophen, kulturelle Highlights, die wirtschaftliche Entwicklung und vieles mehr. Zusätzlich zu den Gegenständen und den großen und kleinen Geschichten sind viele Exponate mit QR-Codes ausgestattet. Mit deren Hilfe können Besucher*innen per Handy direkt auf historisches Material des NDR zugreifen. Es stammt aus den Film- und Tonarchiven des NDR und zeigt die enge Verknüpfung des Landes mit dem Norddeutschen Rundfunk. Der Sender ist quasi das audio-visuelle Gedächtnis dieses Landes. Hier lohnt es sich, Handy samt Kopfhörer mitzubringen. Historische NDR-Fernseh-Beiträge zu den Ereignissen finden sich in der Ausstellung zudem auf digitalen Aufstellern und Hörbeispiele in einer Hörstation. Die Stellvertretende Intendantin des NDR und Landesfunkhausdirektorin Andrea Lütke hob die Bedeutung der Ausstellung als Ort der Erinnerung hervor: „Unser Ziel ist es, über individuelle Erinnerungsstücke persönliche Geschichten zu erzählen. So wird Geschichte lebendig. Die historischen Ereignisse dazu finden sich in Bild und Ton in den NDR-Archiven. In der Ausstellung verbinden wir beides miteinander: Persönliche Geschichten der Menschen in Niedersachsen und Archivschätze des NDR – ganz im Sinne unseres Programmauftrags.“ Außer Konkurrenz zeigt die Ausstellung das NDR Mikrofon, mit dessen Hilfe beim Bergwerksunglück von Lengede 1963 die eingeschlossenen Bergleute mit ihren Frauen Kontakt aufnehmen konnten – und umgekehrt Bundekanzler Ludwig Erhard direkt aus dem NDR Übertragungswagen vor Ort mit den Eingeschlossenen. Die Ausstellung ist ein Werk von Menschen in Niedersachsen für Menschen in Niedersachsen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie weist viele Lücken auf – auch von wichtigen Ereignissen. Aber sie ist mit ihren individuellen Geschichten etwas sehr Persönliches. Sie soll die Menschen anregen, in ihrer eigenen Erinnerung zu kramen und den einen oder anderen Schatz wieder lebendig werden zu lassen. Auch mithilfe des NDR in Niedersachsen. Die Ausstellung ist eines der wenigen Events, die zum Landesjubiläum selbst stattfinden. Der Tag der Niedersachsen, der auch am 8. Oktober hätte eröffnet werden sollen, wurde aufs kommende Jahr verschoben, ebenso das integrierte Bürgerfest.
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