Vom Kolonialen Raub zur Partnerschaft. Elfenbein – das weiße Gold – war im kolonialen Kamerun sehr begehrt. Um den Handel entzündete sich ein Konflikt, der dazu führte, dass die Stadt Tibati 1899 von der deutschen Kolonialtruppe geplündert und niedergebrannt wurde. Ein Teil des erbeuteten Raubgutes kam bereits 1902 in die Sammlung des Übersee-Museums.
Seit 2018 bestehen Kontakte zwischen Tibati, dem Übersee-Museum und der Stadt Bremen, um dieses koloniale Unrecht aufzuarbeiten. 2022 war der Lamido, das politische und religiöse Oberhaupt der Region Djérem, zu der Tibati gehört, in Bremen zu Gast. Es wurde sowohl über eine Rückgabe gesprochen als auch gemeinsame Ideen für Kooperationsprojekte entwickelt.
Wie steht es heute um diese Partnerschaft? Warum befindet sich die Sammlung noch im Übersee-Museum, und was ist aus den Projekten geworden – von der besseren Vitamin-A-Versorgung durch den Anbau von Gelbem Maniok bis hin zu neuen Methoden der Imkerei mit Wildbienen.
