Kontraste verleihen der Kunst Dimension. Das Aufeinandertreffen zweier scheinbar gegensätzlicher Elemente erzeugt Reibung und haucht jeder Leinwand Leben ein. The Devil Wears Prada setzen auf Kontraste, indem sie geschickt zwischen metallischer Ungestümtheit, Hardcore-Spirit, provokant-eloquenter Lyrik und melodischer Katharsis balancieren. Zwischen diesen Polen hat die Band – Mike Hranica (Gesang), Jeremy DePoyster (Gitarre, Gesang), Kyle Sipress (Gitarre), Jonathan Gering (Keyboards, Synthesizer, Programmierung, Produktion), Giuseppe Capolupo (Schlagzeug) und Mason Nagy (Bass) – einen sich stetig weiterentwickelnden, unverwechselbaren Stil geschaffen, der auf vielschichtigen Klangfarben aufbaut. Diese dynamische Vielfalt prägt das achte Studioalbum der Gruppe, *Color Decay* [Solid State]. „Es geht um Kontraste“, erklärt Mike. „Wir haben wirklich versucht, Individualität in die Songs zu bringen und sie unverwechselbar zu gestalten. Der Titel spielt auf den Zerfall und das Verblassen an, die wir durch die täglichen Kämpfe des Lebens erfahren. Diese Gefühle hängen mit der psychischen Gesundheit, dem Älterwerden und dem Umgang damit zusammen. Wir setzen uns über einen langen Zeitraum hinweg mit diesen Kämpfen auseinander. Das Album hat Höhen und Tiefen – etwas, das ich bei einer LP schon immer mochte. Man möchte es einfach von Anfang bis Ende durchhören.“ „Es ist ein offener Blick nach innen, der zeigt, wie es ist, Mitte 30 zu sein und nach einem Gleichgewicht zu suchen“, ergänzt Jeremy. „Man muss arbeiten, Zeit mit der Familie verbringen, Freundschaften pflegen und sich gleichzeitig um sich selbst kümmern. Die Musik ist jedoch der Moment, in dem man ganz man selbst sein kann. Sie ist ein sicherer Ort, um Emotionen herauszulassen, über die man sonst nur schwer sprechen kann.“ Diesen Freiraum bewahren sie sich bereits seit ihrer Gründung im Jahr 2005. Ein Beleg für den wachsenden Einfluss der Band ist das Album *With Roots Above and Branches Below* aus dem Jahr 2009: In einer Umfrage des Magazins *Revolver* wählten Fans es zu einem der „5 besten Metalcore-Alben aller Zeiten“, während das Magazin selbst es als „echten Meilenstein des Metalcore“ bezeichnete. Zudem landete die Gruppe mit sechs aufeinanderfolgenden Alben in den Top 5 der Billboard-Charts für Hard-Rock-Alben.
