Seit beinahe einem Vierteljahrhundert steht Franz Welser-Möst an der Spitze des Cleveland Orchestra – eine langjährige enge Zusammenarbeit, die sich in künstlerischer Exzellenz auszahlt. Und als eines der besten Orchester des amerikanischen Kontinents darf der Klangkörper im USA-Schwerpunkt der Elbphilharmonie nicht fehlen. Auf dem Programm: Werke, die Brücken zwischen der »Neuen« und der »Alten« Welt schlagen.
Richard Strauss muss ein sehr stolzer Familienvater gewesen sein – immerhin hat er das alltägliche Leben mit seiner Sinfonia domestica in Musik gegossen, die eher an die Taten eines kühnen Helden erinnert, als an lebhaften Verwandtenbesuch. Uraufgeführt in New York, wurde die überschwängliche Musik auf beiden Seiten des Atlantiks begeistert aufgenommen.
Der Titel »Intensity« spiegelt nach Aussage des Komponisten Bernd Richard Deutsch seine Gefühlswelt rund um die Komposition des Werks wider. 2019 hatte seine dreijährige Residenz beim Cleveland Orchestra begonnen und der Österreicher war voller Tatendrang, inspiriert von neuen Begegnungen mit Menschen und Orten. »Deutsch beherrscht das Komponieren für großes Orchester wirklich beeindruckend«, schreibt Die Welt über das letzte Elbphilharmonie-Konzert mit Musik des Komponisten.
