19.08.2022
Festivalgelände

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46 Jahre „Umsonst & Draußen“ im Zeichen der Kuh und kein bisschen leise. Wohl kein anderes „Umsonst und Draußen Festival“ hat in Deutschland so oft stattgefunden wie das STEMWEDER OPEN AIR FESTIVAL. Mittlerweile ist es eines der größten Festivals dieser Art in Norddeutschland. Es geht in diesem Jahr am 19. und 20. August in die nächste Runde. Eine lange Zeit, auch für die unermüdlichen Helfer des veranstaltenden Vereins für Jugend, Freizeit und Kultur in Stemwede e.V. (JFK), die zum Teil seit der ersten Stunde dabei sind. Nach den Jahren der Pandemie freuen sie sich darauf, wieder ein ganz normales Festival durchzuführen. Die Altdame unter den Open Air Festivals erfreut sich größerer Beliebtheit denn je. Jährlich pilgern tausende Besucher nach Stemwede. Auch in diesem Jahr wird das Ilweder Wäldchen im fast ganzjährig idyllisch wirkenden Stemwede wieder Kopf stehen. Das überregional bekannte Festival verdankt seine Attraktivität vorwiegend der wunderbaren und unkommerziellen Atmosphäre sowie seines vielseitigen Angebots. Ein buntes Treiben mit einem ganz eigenen Charme. Das Festival wird, weniger denn je, alleinig als Konzertevent verstanden. Konzept des Festivals ist ein Gesamtspektakel, das sich aus vielen kleinen Rahmenveranstaltungen zusammensetzt, die unterschiedliche Alters- und Kulturgruppen in das Festival einbindet. Schon ein Markenzeichen des Stemweder Festivals ist seine außerordentliche musikalische Bandbreite die von Rock, Indie, Reggae, Pop, über Punk bis hin zu Metal und Folk reicht und die immer wieder zum Gelingen der Veranstaltung beiträgt. Mit der Waldbühne und der Wiesenbühne gibt es zwei Bühnen mit 26 hochinteressanten Bands. Daneben gibt es seit einigen Jahren noch das „Sonnensystem“, das mit seiner Akustik- und Kleinkunst-Stage das Gesamtprogramm abrundet. Die Waldbühne ist immer für eine musikalische Überraschung gut. Bands wie „Beatsteaks“, „Sportfreunde Stiller“, „Donots“ oder „Jupiter Jones“ spielten dort schon als noch kaum jemand von ihnen Notiz nahm. Auch dieses Jahr gibt es ein vielversprechendes Programm mit nationalen und internationalen Bands. Top Act in diesem Jahr sind „Phoenix aus der Klapse“, „Mal Élevè“, und „Tequila And The Sunrise Gang“. „Ferris“ und „Swiss“ sind „Phoenix aus der Klapse“. Rotzige Hymnen von der Straße und aus dem Leben, die bestens in die Zeit passen. Während die ersten Jahre der Karriere von „Ferris MC“ voll und ganz im Zeichen des Hip Hops standen, war die zweite Dekade vor allem von der Electro-Formation „Deichkind“ geprägt, deren festes Mitglied er von 2008 bis 2018 war. Nun läutet „Ferris“ (ohne das „MC“) seine Rock-Ära ein. „Swiss“ ist Sänger, Rapper, Texter aus dem Hamburger Schanzenviertel. Mit der Band „Swiss & Die Anderen“ veröffentlichte er 2015 das wegweisende Albumdebüt „Große Freiheit“ und inzwischen etliche Nachfolger. „Mal Élevé“, der Ex-Frontsänger von „Irie Révoltés“ solo mit eigener Band – hier gibt es eine Mischung aus Dancehall, Reggae, Ska und Rap mit Kampfansage für eine Welt ohne Grenzen, Rassismus und Ausbeutung. „Mal Élevé“ hat sein erstes Solo-Album „Résistance mondiale“ herausgebracht, das es auf Anhieb auf Platz 15 der deutschen Album Charts geschafft hat. Und nun müssen die Songs auf die Bühne. Mit seiner ehemaligen Band „Irie Révoltés“ hat er über 500 Konzerte in mehr als 25 Ländern gespielt und die größten Festivals auf den Kopf gestellt. Wer in Schubladen denkt hat es bei „Tequila And The Sunrise Gang“ wirklich nicht leicht. Die breite Instrumentierung inkl. dreiköpfiger Bläsersektion ermöglicht den sechs Kielern eine Dynamik wie kaum einer anderen Band. Die fliegenden Wechsel zwischen treibendem Ska-Punk-Offbeat und hymnenhaften Refrains verlaufen nahezu spielend und die unzähligen Hook-Linies bohren sich tief ins Ohr, um sich da für lange Zeit einzunisten. Wer also auf tanzbarsten Ska mit klarer Attitüde und ordentlich Ohrwurmcharakter steht, ist hier genau richtig. Daneben gibt es auf der Wiesenbühne wieder ein hochkarätiges Newcomerprogramm. Wer bei der sich als Mondfahrer betitelnden Band „Lunauten“ an sphärische Synthie-Klänge und Elektro-Sounds denkt, greift mit dieser Vermutung so richtig daneben. Ganz im Gegenteil wagt das aus den Provinzen Ostwestfalens stammende Trio bmit seinem innovativen deutschsprachigen Alternative-Rock den Blick über den Tellerrand. „Rovar“ aus Münster spielen energiegeladenen, straighten Riff-Rock mit bluesigen Einflüssen, den man am besten live genießt. Die 70er Vibes sind nicht zu überhören und doch sind die Songs des jungen Trios modern und frisch. Wer auf ehrliche, handgemachte Rockmusik steht und auch mal wieder Bock hat, eine Band auf der Bühne mit Herzblut Musik machen zu sehen, der sollte die Jungs von „Rovar“ mal gründlich abchecken! Aus den Wäldern Nordschwedens bringen „Tribe Friday“ frisches Blut in den tanzbaren Indie-Rock. Willkommen zurück, kaltblütige Killer Hooks. Frenetische Energie durchdringt den Sound der Band und eine warme melodische Umarmung wirkt dem emotionalen Schlag entgegen. Auch dieses Jahr gibt es wieder an beiden Tagen im Rock-Zelt Musik bis zum hell werden. Dancehall, Ragga, Hiphop, Indie, Punk, Hardcore, Alternative, Crossover und gute Popmusik werden gespielt. Mit diesem Mix aus dem Besten vieler Musikrichtungen wird jedem geholfen. Lokale DJs freuen sich die Besucher durch die Nacht begleiten zu dürfen. Dynablaster Sound sind seit Jahren fester Bestandteil des Rock-Zelts und spielen Freitags Reggae, Ragga und Dancehall. Das „DJ-Team Herr Müller“ legt am Freitag alles auf was rockt. Und das rockt!!! Am Samstag legt das „Muppet-DJ-Team“ Hiphop, Triphop, Metal, Hardcore, Indipendent, Elektropunk, Rock, Reggae, Punk, Ska, usw. auf. DJ At aka Atwashere ballert mit präziser Fingerfertigkeit den Besuchern seine Vinyls um die Ohren. Mit einem guten Gefühl für Musik weiß er die Crowd auf dem Dancefloor in Wallung zu bringen Aushängeschild des Stemweder Open Air ist einmal mehr sein vielseitiges Rahmenprogramm und da hat sich einiges getan. Seit einigen Jahren gibt es als neue Area das Sonnensystem. Am Freitag und Samstag-Nachmittag ist dort Singer/Songwriter-Zeit mit verschiedenen interessanten Künstlern. Abends öffnet der Dancefloor mit Elektro und House. Auch für die Festivalkids ist Samstagnachmittag einiges vorbereitet. Beim Spielmobil warten auf sie Hula Hoop, Diabolo, XXL Seifenblasen, riesen Kreisel und andere spaßige Dinge. Wer Lust hat kann sich auch kunterbunt schminken lassen. In Stemwede wird Inklusion gelebt: Mit „Rock „Inklusive“ wird ein Mitmach-Musikinstrumenten-Bau-Workshop am Samstagnachmittag angeboten.
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