Balladen, treibende Rhythmen, schwebende Synthesizer und die hypnotische Stimme von Sandy Chamoun: Für das Eröffnungskonzert des Festivals »Libanon« verwandelt die Band Sanam den Kleinen Saal in einen vibrierenden Indie-Club aus Beirut, wo experimenteller Psych- und Krautrock auf ägyptische Musiktradition und arabische Poesie trifft. Die sechs Musiker:innen stellen ihr aktuelles Album »Sametou Sawtan – I Heard a Voice« vor.
Auf der Bühne treffen Gitarren, Bass, Drums und elektronische Texturen auf arabische Melodien und Gedichte – mal luftig reduziert, mal kraftvoll explodierend. Die Songs erzählen von der Mystik und dem kreativen Puls Beiruts und machen die Band zu einem lebendigen Spiegel ihrer Stadt. »Früher gab es Cliquen: die experimentierfreudigen Kids zusammen, die Rocker zusammen, die Fans arabischer Musik zusammen und die Jazz-Fans zusammen. Heute spielen alle mit allen«, sagt Gitarrist und Keyboarder Anthony Sahyoun – ein Statement, das die Offenheit, Energie und Vielschichtigkeit von Sanam perfekt einfängt.
