Samantha Fish
Donnerstag 02.07.2026 20:00
Fabrik, Hamburg
Eintritt: 50,35 €
Samantha Fish, eine der führenden Gitarristinnen ihrer Generation, ist bekannt für ihre Kühnheit, ihr musikalisches Können und ihre emotionale Tiefe. Die mehrfach ausgezeichnete Festival-Headlinerin wird für ihre mitreißenden Live-Shows, ihr furchtloses Songwriting und ihre künstlerische Souveränität gefeiert. Ihre zweite GRAMMY-Nominierung würdigt „Paper Doll“, ein Album mit neun kraftvollen, rebellischen Songs. Mit ihrem kommenden Live-Album „Paper Doll Live“ präsentiert Fish die elektrisierende Bühnenpräsenz, die ihre Karriere auszeichnet.
„Das ist wirklich für die Fans“, sagt Fish über ihr erstes offizielles Live-Album. „Wir haben über die Jahre unzählige Anfragen bekommen. Paper Doll hat sich live so gut angefühlt – es war der perfekte Zeitpunkt, die Band und unsere Live-Show zu präsentieren.“
Während die Studioaufnahmen zu „Paper Doll“ einen Durchbruch in Fishs Selbstbeherrschung markierten – „Ich habe alles, was ich hatte, auf den Tisch geknallt“, sagte sie über das Album –, legt die Live-Bühne den Glanz beiseite und lässt nur den Instinkt übrig. „Bei Live-Auftritten kommt eine Leidenschaft zum Vorschein, die sich nicht immer auf Studioalben übertragen lässt“, bemerkt Fish. „Auf der Bühne wird all das schonungslos offengelegt.“
Die Songs entwickeln sich in Echtzeit. Outros dehnen sich aus. Verblasste Studio-Enden erwachen mit mitreißenden Höhepunkten zu neuem Leben. Tracks wie „Lose You“ bauen eine unerbittliche Dynamik auf, während Fish in „Sweet Southern Sounds“ ihre hypnotische, von North Mississippi inspirierte Gitarrenphrasierung voll entfalten kann. Der Titeltrack „Paper Doll“ erweist sich Abend für Abend als trotzige feministische Hymne und entfacht mit seiner Weigerung, sich anzupassen, das Publikum. Und wenn die Band eine Coverversion von MC5s „Kick Out the Jams“ anstimmt, explodiert der Saal.
Entstammend der Bluestradition von Kansas City und geprägt von so unterschiedlichen Einflüssen wie Prince, Leonard Cohen und den Blueslegenden der Mississippi Hill Country, betrachtete Fish Auftritte stets als ihre Bewährungsprobe. Von Kaltakquise in Bars als Teenager bis hin zu Headliner-Auftritten auf internationalen Festivals hat sie eine Live-Show perfektioniert, die Katharsis und Kontrolle, Kühnheit und Verletzlichkeit gekonnt vereint.
Mit „Paper Doll Live“ erfindet sie sich nicht neu – sie dokumentiert, was sich schon immer bewährt hat. „Ich wollte einfach festhalten, was wir jeden Abend machen“, sagt sie. „Es ging nicht darum, etwas Neues zu kreieren. Es ging darum, das einzufangen, was die Menschen über die Jahre so tief berührt hat.“
Wenn Paper Doll eine Machtdemonstration künstlerischer Kraft war, dann ist Paper Doll Live der Klang dieser entfesselten Kraft – unmittelbar, ungefiltert und unmöglich zu ignorieren.
