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Emden

Ragnhild Hemsing, Württembergische Philharmonie Reutlingen & Ariane Makiath

Auftaktkonzert - Gezeitenkonzerte

18.05.2024
Festspielhaus am Wall

in

19:00

Gezeitenkonzerte

Der Auftakt des diesjährigen Festivals mit Werken von Joseph Haydn, Edvard Grieg und Ludwig van Beethoven ist zugleich die Premiere der Gezeitenkonzerte im dann gerade erst eröffneten Festspielhaus am Wall in Emden. Joseph Haydn komponierte über 20 Opern, dennoch spielt er als Opernkomponist im heutigen Musikbetrieb im Grunde keine Rolle. „L’isola disabitata“ (die unbewohnte Insel) entstand 1779 für Haydns damaligen Dienstherren, den Fürsten Nicolaus Esterházy. Es ist seine einzige Oper nach einem Libretto des berühmten Metastasio, das keineswegs nur von Haydn, sondern von etwa 40(!) verschiedenen Komponisten vertont wurde – von Haydn aber wohl am meisterhaftesten. Als „Sturm und Drang“ hat man Haydns dramatische Ouvertüre bezeichnet, mit der die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter Ariane Matiakh ihr Programm beginnt. Edvard Griegs bekannte Peer Gynt-Suite Nr. 1 op. 23 erklingt in diesem Konzert in einer Fassung mit Hardangerfiedel, einer Violine der norwegischen Folklore mit zusätzlichen, nicht gestrichenen Resonanzsaiten unter dem Griffbrett, die Grieg natürlich sehr vertraut war. Gespielt wird sie von der Norwegerin Ragnhild Hemsing, die eine besondere Vorliebe für dieses Instrument hat und sie, neben der klassischen Violine, in ihren Konzerten immer gerne spielt. Zum Thema Nachhaltigkeit und Natur, dem sich die Gezeitenkonzerte dieses Jahr besonders widmen, passt natürlich Ludwig van Beethovens sechste Sinfonie besonders gut. Ein Werk, über das man eigentlich nicht mehr viele Worte zu verlieren braucht: Von der friedvoll-idyllischen „Szene am Bach“ bis zum tosenden Gewittersturm ist sie Beethovens große, immer wieder berührende Liebeserklärung an die Natur.
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