Kategorien
Oldenburg

Protest.bewegt.Uni – 50 Jahre Protestkulturen an der Uni Oldenburg

18.04.2024
Ehemaliges Lehrerseminar Peterstraße

in

Was hat die Carl von Ossietzky Universität und die Menschen an der Universität in 50 Jahren bewegt? Danach fragt die Ausstellung „Protest.bewegt.Uni“, die vom 10. März bis zum 5. Mai im ehemaligen Lehrerseminar in der Peterstraße 42 zu sehen ist. Darin werden Proteste und politische Bewegungen an der Universität von ihrer Gründung 1973 bis heute in ihren vielen Facetten beleuchtet. Konzipiert wurde die Ausstellung anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Uni Oldenburg von Studierenden der Masterstudiengänge „Museum und Ausstellung“ sowie „Kulturanalysen“ in Kooperation mit dem Stadtmuseum Oldenburg und unter Beteiligung des Universitätsarchivs. Bewegte Hochschulgeschichte Beginnend mit dem Einsatz für den Ausbau der Universität und dem Streit um ihren Namen lassen sich Proteste als treibende Kraft für Wandel, Forschung und Entwicklung an der Universität Oldenburg verstehen. Schon ihre Gründung als sogenannte Reformuniversität stellte eine Form des Protests gegen die Strukturen traditioneller Hochschulen dar. Ziel war es, eine demokratische, kritische und weniger hierarchische Hochschule aufzubauen, die die Freiheit der Wissenschaft betont und allen offensteht. Das sorgte beim Oldenburger Bürgertum, das sich eher eine Universität nach alten Vorbildern wünschte, für Befremden. Sichtbar wurde dies unter anderem beim Streit um die Namensgebung. Ein Blick auf 50 Jahre Unigeschichte zeigt, dass Studierende und Mitarbeitende gleichermaßen die Uni auf unterschiedlichste Weise mitgestaltet und bewegt haben. Bis heute sind Protestaktionen ein fester Bestandteil des Unialltags. Die Themen, auf die sich die Proteste beziehen, reichen von Klima und Nachhaltigkeit, über Gleichberechtigung und Genderfragen bis hin zu weltpolitischen Debatten oder Themen, die die Universität selbst betreffen. In der Ausstellung werden diese Schlüsselthemen aufgegriffen und als ein vielschichtiges Bild universitärer Protestkulturen dargestellt. Mit Fotografien und Objekten sowie Interviews mit an den Protesten beteiligten Personen zeigt die Ausstellung, welche Themen die Menschen an der Universität bewegten, wie sich die Formen von Protesten gewandelt haben und was sie bewirken konnten.
  • Google-Maps