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Bremen

Péri’s People. Peter László Péri

18.04.2024
Gerhard-Marcks-Haus

in Bremen

Menschen schauen aus dem Fenster, musizieren miteinander, sitzen am Kneipentisch oder lassen ihre Blicke schweifen. Festgehalten hat diese Szenen der kommunistische und in Ungarn geborene jüdische Bildhauer Peter László Péri. Als leidenschaftlicher Beobachter interessierten ihn Menschen, ihr Alltag und ihre Beziehungen zueinander. Seine Ideale von Gemeinschaft, Menschenwürde und Solidarität spiegeln sich deutlich in seinen Plastiken und Reliefs wider. »Péri’s People« widmet sich vornehmlich seinem englischen Spätwerk, in dem der experimentierfreudige Künstler figürlich und in Zement arbeitete. Er verwendete für seine Arbeiten farbigen Beton, ein Material, das er als modern und innovativ erachtete. Péri gehörte in den frühen 1920er-Jahren in Berlin zu den Avantgardisten und stellte mehrfach in der Galerie »Der Sturm« aus. Mitte der 1920er-Jahre wandte er sich der figürlichen Plastik zu, emigrierte 1933 nach London und schuf dort ein vielschichtiges Werk. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunsthaus Dahlem, Berlin und zeigt Plastiken, Reliefs und grafische Arbeiten. Zur Schau erscheint ein gleichnamiger Katalog (dt./engl.), der den Künstler erstmalig umfassend vorstellt.
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