Das Bremer Figurentheater begibt sich mit Regisseur und Autor Philip Stemann auf die Spuren von Paula Modersohn-Becker. Als Paula Modersohn-Becker 1907 mit nur 31 Jahren kurz nach der Geburt ihrer Tochter stirbt, ahnt kaum jemand, dass sie später als Wegbereiterin des deutschen Expressionismus unvergessen bleiben wird. Zu Lebzeiten sind ihre Werke der Öffentlichkeit fast völlig verborgen geblieben. Die interdisziplinäre Inszenierung „Paula. Selbst“ schenkt der Malerin und Ihnen eine Stunde, um auf ihr Leben zurückzublicken. Modersohn-Beckers zahlreiche Selbstporträts, die sie von Beginn ihres künstlerischen Schaffens an schuf, dienten ihr nicht nur zum Experimentieren mit Techniken und Stilen, sondern vor allem dazu, sich selbst immer wieder zu hinterfragen. Diese Porträts bilden in Kombination mit Briefen und Tagebuchaufzeichnungen Ankerpunkte einer inneren Reise durch ein Leben, das für eine Frau ihrer Zeit außergewöhnlich war.
