31.08.2024
Theater Metronom

in Visselhövede

20:00


Der Traum vom Ich Ebenfalls ein Best of aus 5 Jahren sind die Theaterproduktionen vom NN - Theater Köln, welches sich in seiner neuen Produktion „Peer Gynt“ mit einem Werk des norwegischen Dichters Henrik Ibsen (1828-1906) beschäftigt. Das dramatische Gedicht gilt heute als der „norwegische Faust“. Peer ist ein Bauernsohn, jung und verspielt. Er verabscheut Arbeit und gaukelt sich selbst und anderen eine Welt vor, die so gar nicht existiert. Eigentlich verarmt und faul, beschreibt er sein Heim als Palast und sei- ne Langeweile als großes Abenteuer. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zwischen Fantasie und Fakten, pendelt sein Leben hin und her. Er entwirft Geschichten, wie heute Stories für Instagram oder TikTok. Das „mehr Schein als Sein“ wird zunehmend ein Problem, denn es ver- stricken sich immer mehr Menschen in sein Netz aus Lügen. Aus Schel- mereien werden Schandtaten, aus Fiktion werden gefährliche Fake News. Was ist noch real, was ein Hirngespinst? Peer verirrt sich im Reich der Trolle, wird Sklavenhändler, betrügt und wird betrogen, eilt auf der Flucht vor Gläubigern durch Wüsten auf ande- ren Kontinenten, landet schließlich sogar in der Nervenheilanstalt. Oder war das nur ein Traum? Peer beginnt sich zu fragen: Was bleibt beim Häuten der Zwiebel für ein Kern? Wer bin ich, und wenn ja, wie viele? Bin ich mehr als meine Ge- schichte? Erfrischend heutig begibt sich das NN-Theater auf die theatrale Reise, enttarnt das farbenfrohe Gespinst von Peer Gynt.
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