Das Historische Museum präsentiert ab dem 2. September 2026 einen prunkvollen Pokal aus Lehe
Der „Telting-Pokal“ kehrt leihweise zurück nach Bremerhaven. Als Leihgabe des Kranichhaus Otterndorf zeigt das Historische Museum in seiner Neuzugangsvitrine vorübergehend ein besonderes Objekt aus der Geschichte Lehes. Der „Telting-Pokal“ von 1836 stammt aus der Zeit als Bremerhaven gegründet wurde. Diese Hafengründungen wirkte sich auch auf die Nachbarorte aus.
Während in Bremerhaven das erste Hafenbecken, der heutige Alte Hafen, in Betrieb ging, wurden die angrenzenden Orte im Königreich Hannover neu geordnet. Dabei wurde das bereits seit dem Mittelalter für die Region bedeutsame Lehe 1831 mit dem südlich der Geeste liegenden Vieland-Stotel vereinigt.
Der Verwaltung des so entstandenen Amtes stand als Amtsmann der Jurist Gerhard Telting vor. Er übte das Amt bis 1836 aus, bevor er in seine ostfriesische Heimat zurückkehrte. Als Abschiedsgeschenk erhielt er von den Leher Bürgern den prunkvoll verzierten Silberpokal. Die Wappen auf dem Pokal zeugen von der Gründung des Amtes Lehe und zwei eingravierte Widmungen erzählen von den Stationen, die der Pokal in seiner Geschichte durchlaufen hat.
Im Laufe seiner Geschichte ist der Pokal durch viele Hände gegangen, bevor sich seine Spur verlor. 1987 erwarb ihn der Kreis Cuxhaven antiquarisch. Dort wurde er zunächst im Kreishaus ausgestellt von wo er in das Museum des Landes Hadeln, dem Kranichhaus in Otterndorf wechselte. Von dort hat ihn nun das Historische Museum zur Dauerleihgabe erhalten, um dieses Stück Leher Geschichte in Bremerhaven zu zeigen.
