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Hamburg

NDR Elbphilharmonie Orchester / Leonidas Kavakos / Alan Gilbert

Smetana: Vyšehrad / Martinů: Violinkonzert Nr. 2 / Dvořák: Sinfonie Nr. 9 »Aus der Neuen Welt«

30.06.2024
Elbphilharmonie, Großer Saal

in Hamburg

18:00
Eintritt: 71 €

Smetana, Martinů, Dvořák: Alan Gilbert vereint im Programm des Saisonabschlusskonzerts 2023/2024 mitreißende Musik dreier Tschechen, von denen zwei am Ende ihres Lebens Karriere in den USA gemacht haben – ein Abend also des erfolgreichen Kulturtransfers zwischen Europa und Amerika. Wann immer von Smetanas musikalischem Vaterlands-Denkmal »Ma vlást« (Mein Vaterland) die Rede ist, fällt den meisten spontan die berühmte Vertonung des Flusslaufs der Moldau mit ihrer unsterblichen Ohrwurm-Melodie ein. Doch zu einem Vaterland gehört natürlich viel mehr als nur dessen fließende Hauptschlagader. Für den Auftakt in das Saisonabschlusskonzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters in der Elbphilharmonie hat Chefdirigent Alan Gilbert nun den festlichen ersten Part des insgesamt sechsteiligen Zyklus ausgewählt: »Vyšehrad« benannt und der frühmittelalterlichen Prager Burg, Heimat der böhmischen Herrscher, gewidmet. Im Anschluss spielt Ausnahme-Könner Leonidas Kavakos Bohuslav Martinůs Zweites Violinkonzert, ein noch immer eher selten aufgeführtes Werk. Martinů, selbst ein hervorragender Geiger, komponierte es 1943 für Mischa Elman, seinerzeit einer der bedeutendsten amerikanischen Violinisten: »Er ist mit Leib und Seele Geiger, dessen Spiel, das niemals die Grenzen eines schönen Geigenklangs überschreitet, einen besonderen Zauber hat«. Einen Zauber, den heute Leonidas Kavakos hervorzurufen versteht. Das dritte Werk des Abends hingegen ist ein wahrer Evergreen der sinfonischen Musik: Antonín Dvořáks Neunte Sinfonie ist das Paradebeispiel für den musikalischen Kulturtransfer zwischen »Altem Europa« und »Neuer Welt«. Mit dieser Sinfonie komponierte sich der tschechische Komponist im Jahr 1893 als frisch gebackener Direktor des National Conservatory of Music in New York endgültig in die Herzen des weltweiten Publikums. Wohl kaum eine zweite Sinfonie ist bis heute derart populär wie Dvořáks Neunte – und fasziniert mit ihrem melodischen Schwung und ihrer fesselnden Stringenz doch jedes Mal wieder aufs Neue.
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