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Dangast

Mozart, Beethoven und der Expressionismus Konzert von Gundolf Semrau (Klavier) und Yevgeny Sapzhnikov (Cello)

09.10.2022
Franz Radziwill Haus

in Dangast

11:30

Was haben Mozart, Beethoven und der Expressionismus gemein? Die Wilhelmshavener Musiker Yevgeny Sapozhnikov und Gundolf Semrau machen es erlebbar. Im Franz Radziwill Haus stellen sie expressive Werke unterschiedlichster Komponisten gegenüber. Der Cellist Sapozhnikov (*1981) und der Pianist Semrau (*1954) haben dazu zunächst zwei klassische Kompositionen ausgesucht: Gemeinsam spielen sie Ludwig van Beethovens Variationen über „Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich“ aus Mozarts Zauberflöte. Allein auf dem Klavier folgen dann Mozarts Variationen über ein Thema aus einer Oper von André Grétry: „Die samnitische Hochzeitsfeier“ – die Samniten sind ein italienischer Volksstamm. Diese Variationen sind ein kaum bekanntes Werk von Mozart. Eingerahmt werden die beiden klassischen Werke durch zwei Stücke von dem tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů: „The fifth day of the fifth moon“, gespielt auf dem Klavier, beschreibt die Stimmung in Westsee bei Shanghai. Diese inspirierende Landschaft zählt zum UNESCO-Welterbe. Und es erklingt die 2. Sonate für Violoncello und Klavier, entstanden 1941 in Jamaika auf Long Island im Exil, wo Martinů voller Unruhe um inneren Frieden rang. Die 1. und die 3. Sonate haben Sapozhnikov und Semrau bei früheren Auftritten bereits im Radziwill Haus gespielt. Das Werk ist voller rhythmischer und melodischer Einfälle. Das Konzert zeigt: Auch wenn Jahrhunderte zwischen ihnen liegen, verbindet die vier Werke ihre besondere Ausdruckskraft.
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