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Oldenburg

Knorrig, verschlungen und virtuos – Janssen und das Holz

21.03.2024
Horst-Janssen Museum

in Oldenburg

„Knorrig, Verschlungen, Virtuos – Janssen und das Holz“ heißt die neue Ausstellung, die das Horst-Janssen-Museum Oldenburg vom 17. Februar bis zum 2. Juni 2024 zeigt. Damit wird Horst Janssens Faszination für Holz als Motiv und als Arbeitsmaterial erstmals in dieser Intensität und als Hauptthema einer Ausstellung behandelt. Zu sehen sind Holzschnitte, Aquarelle, Radierungen, Grafiken und Fotografien aus den 1950er bis 1990er Jahren, rund 70 Werke an der Zahl. Kuratiert wird die Ausstellung von der Volontärin Nina Bochmann und ihrer Co-Kuratorin, der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Antje Tietken. „Als Motiv bildet Holz einen essenziellen Baustein in Janssens Werk und reicht dabei weit über das traditionelle Landschaftsbild hinaus“, sagt die Kuratorin Nina Bochmann und führt aus: „Von der norddeutschen Kulturlandschaft mit ihren unterschiedlichen Baumarten geprägt bilden Muster, Strukturen und Formen der Rinde, des Geästs und der Baumgruppen die gestalterische Grundlage für einen Großteil seiner Arbeiten. Hinzu kommen Janssens Fotografien: Wieder und wieder werden Bäume, Rinden und Holzstücke aus verschiedenen Perspektiven dokumentiert.“ Menschen prägen Landschaften, Landschaften prägen Menschen. Und so verschmelzen bei Janssen auch Figur und Fauna miteinander, wenn sich Gesichtsstrukturen auf manchen Werken kaum von Baumrinden unterscheiden lassen. „Für Janssen war Holz aber auch Arbeitsmaterial: Der Holzschnitt war das grafische Medium seiner frühen Schaffensjahre. Und zu Papier verarbeitetes Holz bildete seine Mal- und Druckgründe“, erläutert die Kuratorin Antje Tietken.
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