Unter dem Motto „Klima schützen, Reiche entlassen“ protestiert die Klimabewegung Fridays for Future in der Woche vom 06.-10. Juli bundesweit. Die Klimabewegung reagiert damit auf die jüngste Hitzewelle und eine Bundesregierung, die trotz der eskalierenden Klimakrise weiter auf fossiles Gas setzt. Auch in Oldenburg findet am 10.07. eine Demonstration statt. Die Demonstration beginnt um 16 Uhr am Julius-Mosen-Platz. Nach einer Auftaktkundgebung mit Redebeiträgen zieht der Protestzug durch die Stadt. Die Demonstrierenden werden dabei ihre Botschaften mit Kreide auf die Straßen malen.
Im Zentrum der Kritik steht der Ausbau von Gasinfrastruktur für die Strom- und Wärmeversorgung durch die aktuelle Bundesregierung nachdem Ende Juni erst Hitzerekorde mit 41,7 Grad Celsius gebrochen wurden und europaweit etwa 1300 Menschen dadurch ihr Leben verloren haben. Fridays for Future fordert einen sofortigen Stopp neuer fossiler Gasprojekte und einen verbindlichen Plan für den Ausstieg aus fossilem Gas, den schnellen Ausbau erneuerbarer Energien, eine sozial gerechte Wärmewende sowie einen bundesweit verbindlichen und ausreichend finanzierten Hitzeschutz. Zudem fordert die Klimabewegung die Entlassung von Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche. Einer entsprechenden Petition der Klimabewegung auf der Plattform WeAct haben sich im Lauf der Woche bereits mehr als 250.000 Menschen angeschlossen.
“Großeltern und Kinder mit Hitzschlag, aufgeplatzte Straßen, abgesagte Sportveranstaltungen und Züge, die wegen überhitzter Schienen nicht fahren können – die vergangenen Tage haben gezeigt: Die Klimakrise ist längst lebensgefährlich und Deutschland auf diese Extremhitze überhaupt nicht vorbereitet. Diese extremen Temperaturen sind das Ergebnis jahrzehntelanger fossiler Politik. Die Bundesregierung muss Menschen endlich wirksam schützen – mit einem bundesweit verbindlichen und ausreichend finanzierten Hitzeschutz. Gleichzeitig gilt: Der wirksamste Schutz vor immer häufigeren und gefährlicheren Hitzewellen ist konsequenter Klimaschutz”, sagt Tim Polzin von Fridays for Future Oldenburg.
Die Bewegung wirft Energieministerin Katherina Reiche vor, die Interessen der fossilen Gasindustrie über das Wohl der Bevölkerung und die Einhaltung der Klimaziele zu stellen und zentrale Schritte der Energiewende zu blockieren.
„Es ist absurd: Während die Klimakrise so offensichtlich wie selten zuvor ganz Deutschland trifft, will die Wirtschaftsministerin ein fossiles Gasprojekt nach dem nächsten ausbauen und die Energiewende torpedieren. Katherina Reiche hat immer wieder gezeigt, dass sie die Interessen der fossilen Industrie über den Schutz von Menschen und Klima stellt. Wer sich derart konsequent gegen wirksamen Klimaschutz stellt, darf nicht länger für die Energiepolitik dieses Landes verantwortlich sein. Deshalb sagen wir: Klima schützen, Reiche entlassen“, erklärt Mona Oltmanns von Fridays for Future.
