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Holtrop

Klavierabend Severin von Eckardstein

27.07.2022
Kirche Holtrop

in

20:00

Musikalischer Sommer Ostfriesland

KLAVIERABEND SEVERIN VON ECKARDSTEIN // Severin von Eckardstein Klavier Muzio Clementi Sonate A-Dur op. 50 Nr. 1 Johannes Brahms Schumann-Variationen op. 9 Nikolai Medtner Märchen op. 34 Nr. 2, 3 und 4 Robert Schumann Kreisleriana op. 16 Nr. 17 27 JUL Mittwoch | 20:00 Uhr Holtrop | Kirche 33 € Tickets Überwiegend romantisch gestaltet sich der Klavierabend von Severin von Eckardstein, der den Ruf hat, einer der „feinsten, technisch versiertesten Pianisten in Deutschland“ (FAZ) zu sein. Zum Auftakt des Konzerts erklingt die 1821 veröffentlichte Sonate A-Dur von Muzio Clementi, der seinerzeit zu den bedeutendsten Pianisten zählte und dessen Stil Einfluss auf Beethoven und die Nachgeborenen haben sollte. 1905 veröffentlichte Nikolai Medtner seine ersten Märchen-Stücke über persönliche Erfahrungen und innere Konflikte des Menschen. Die deutsche Bezeichnung verstand Medtner als Verbeugung vor der Musik der deutschen Romantik, in deren Tradition er sich sah. Ebenfalls sehr persönlich ist Robert Schumanns 1838 komponierte „Kreisleriana“. Der Titel nimmt Bezug auf den von E.T.A. Hoffmann ersonnenen Kapellmeister Johannes Kreisler. Schumann konnte sich in dessen extremen Stimmungsschwankungen von Euphorie und Melancholie wiedererkennen und fasste dies in der „Kreisleriana“ eindrucksvoll in acht rasche, zwischen schwärmerischer Begeisterung, tiefsinnig-verworrener Träumerei und groteskem Humor changierende Episoden. Zeitlebens balancierte Schumann auf der Grenze zwischen Phantasie und Gemütskrankheit – im Frühling 1854 verlor er diese Balance und musste die letzten beiden Lebensjahre in einer Nervenheilanstalt verbringen. Nur wenige Monate zuvor hatte er den jungen Johannes Brahms kennengelernt, der im Sommer 1854 seine erste Variationenfolge auf ein Thema von Schumann komponierte, – eine durchaus anrührende Geste. „Eckardstein schöpft aus überwältigend virtuosen, farbigen Kraftquellen, einem Orchester gleich…“ La Lettre du Musicien, Paris, 2016
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