© Kerbez Ensemble
Kerbez
Dienstag 26.01.2027 19:30
Elbphilharmonie, Kleiner Saal, Hamburg
Eintritt: 32 €

Geheimnisse der kirgisischen Klangwelt

Es gibt sie noch, die weißen Flecken auf der musikalischen Landkarte – einer davon ist die zentralasiatische Republik Kirgisistan. Kerbez gehört zu den ganz wenigen Ensembles, die die Geheimnisse der kirgisischen Klangwelt für unsere Ohren öffnet.

Das Turkvolk der Kirgisen lebt in einem von den Gipfeln des Tianshan geprägten Hochgebirgsstaat und hat eine reiche Tradition an oral überlieferter Volksmusik. Diese schließt das äußerst umfangreiche National-Epos Manas mit ein. Ehemals wurde diese Tradition von Volkssängern und improvisierenden Dichtern, den sogenannten Manastschis und Akynen, interpretiert. Das 2024 gegründete Ensemble Kerbez übersetzt diesen Reichtum nun respektvoll in eine neue, zeitgenössische Sprache.

Im Sextett kommen etliche typische Instrumente des Landes virtuos zum Einsatz: Allen voran ist die bundlose, zwei- bis dreisaitige Langhalslaute Komuz zu hören, neben ihr agieren zahlreiche Blasinstrumente wie die Rohrflöte Sybyzgy und die Okarina-artige Chopo Choor. Den Gesang übernimmt der traditioneller Epen-Sänger, Manastschi genannt, Daniyar Abylabek uulu. Mit ihrem Repertoire überwinden Kerbez auch die Landesgrenze und beziehen kasachische Lieder mit ein.

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