Kammermusik
Mittwoch 03.06.2026 19:00
Kirche zum guten Hirten, Münkeboe
Eintritt: ab 12 €
Die Barenboim-Said-Akademie in Berlin steht für die Überzeugung, dass Feindschaft überwunden werden kann, wenn man dem Hass den Nährboden entzieht. Hier leben, lernen und musizieren junge Talente aus Israel, Palästina, Ägypten, dem Libanon und der Türkei gemeinsam und die politische Spannung weicht einer perfekten künstlerischen Harmonie: Ihr Zusammenspiel ist ein kraftvolles Plädoyer für den Frieden und die verbindende Kraft der Musik – eine Botschaft, die das Publikum bereits beim Gezeitenkonzert 2024 in Reepsholt tief bewegte.
Hervorgegangen ist die Akademie im Jahr 2015 aus der Initiative des Literaturkritikers Edward Said und des Dirigenten Daniel Barenboim. Sie bauten damit auf den Idealen des West-Eastern Divan Orchestra auf, das die Utopie eines friedlichen Nahen Ostens bereits seit vielen Jahren zumindest auf musikalischer Ebene verwirklicht. Michael Barenboim, der als Professor und Dekan die Geschicke der Akademie mit lenkt, ist in diesem Konzert nicht nur als Dozent, sondern als Violinist im Ensemble mit einigen seiner besten Studierenden zu erleben.
Das Programm dieses Konzerts ist denkbar bunt: Neben Tōru Takemitsu und zwei nicht sehr häufig gespielten Werken von Mozart und Schubert steht mit Schumanns Klavierquintett Es-Dur op. 44 ein echter Renner auf dem Programm, laut Clara Schumann ein Werk „voller Kraft und Frische“. Tatsächlich ist es eins der beliebtesten Kammermusikwerke überhaupt, und Schumann etablierte damit die Kombination von Klavier und Streichquartett, die später vielfach aufgegriffen wurde.
