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Bremen

Junge Wilde – Tierisch erwachsen werden

11.11.2021
Überseemuseum

in Bremen

Die Ausstellung „Junge Wilde – Tierisch erwachsen werden“ thematisiert den Lebenszyklus der Tiere von der Geburt bis zum Erwachsenwerden in vier Kapiteln: Vor & Nach der Geburt, Brutpflege, Lernen und Ende der Jugend. Die Kurator*innen Dr. Michael Stiller und Helen Böhmen legen den Fokus auf die Parallelen und Unterschiede zwischen einzelnen Tierarten und dem Säugetier Mensch. Wer weiß zum Beispiel, dass das Schnabeltier als Säugetier Eier legt? Oder dass ein Rotes Riesenkänguru bereits nach einer Tragzeit von nur 40 Tagen auf die Welt kommt, um dann – gerade 2,5 Zentimeter groß – in den Beutel der Mutter zu klettern? Erst rund 150 Tage später schaut es erstmals daraus hervor. Die Meeresschildkröte legt je nach Art bis zu 200 Eier in ein Nest am Strand ab. Von da an muss sich der Nachwuchs allein durchschlagen, was zur Folge hat, dass nur einer von rund 1.000 Schlüpflingen das Erwachsenenalter erreicht. Vögel entwickeln teils erstaunliche Eiformen, -farben oder Nestwerke, um Brut wie Küken zu tarnen. Säugetiere hingegen haben entsprechend weniger Nachkommen, kümmern sich in der Regel intensiv um ihre Jungen. Elefanten werden erst mit 10 bis 15 Jahren geschlechtsreif, pflegen enge Familienbindungen und werden von der Mutter, von ihren Tanten und Schwestern aufgezogen. Löwenmännchen beschützen auch ihren Nachwuchs: Sind sie aber nicht selbst der Vater, töten sie mitunter die jungen Löwen, wenn sie ein Rudel neu übernommen haben.
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