©
Duo Pohádka mit Werken von Brahms, Auerbach und Schubert
Freitag 18.09.2026 20:00
Villa Sponte, Bremen
Eintritt: €

„Ja, was ist denn heutzutage Musik, was Harmonie, was Melodie, was Rhythmus, was Inhalt, was Form – wenn dieses Tohuwabohu in allem Ernste Musik sein will?“, schrieb der berühmte Komponist und Musikjournalist Hugo Wolf nach der Uraufführung der 2. Sonate für Violoncello und Klavier von Johannes Brahms. Was damaligen Ohren noch fremd und abstoßend erschien, zählt heute zu den großen und beliebtesten spätromantischen Werken der Kammermusikliteratur, nicht zuletzt wegen der für Brahms typischen kantablen und schwelgenden Melodielinien.

Auch die Komponistin Lera Auerbach bricht mit den Hörgewohnheiten, die das heutige Konzertpublikum mit 24 Präludien assoziiert. Wie schon Johann Sebastian Bach in seinem berühmten Klavierzyklus „Das Wohltemperierte Klavier“ verbindet Auerbach die 24 gängigen Tonarten in Dur und Moll zu einem Werk. „Doch Etwas Vertrautes zu betrachten, aber aus einer unerwarteten Perspektive, ist eine der besonderen Eigenschaften dieser Stücke - sie sind oft nicht das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen.“, so die Komponistin selbst. Sie „verwende verschiedene Musikstile, aber dieser Polystilismus … kein Ziel an sich [ist], sondern ein Versuch, unsere eigene kaleidoskopische Zeit voller Widersprüche zu erkunden, mit ihrem Wahnsinn, ihrer Einsamkeit, ihrer Brutalität und ihrer schmerzenden Nostalgie für verlorene Unschuld.“ Nachdenklich, liebevoll und fröhlich leiten Cello und Klavier den Abend ein mit der berühmten Arpeggione Sonate von Franz Schubert.

Solidaritätsbeitrag. Zahl, was Du kannst. Empfhohlen 15 - 30 Euro.

  • Google-Maps
  • Telefon
  • Website