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Diskursgewitter: Die beleidigte Republik oder: Das Strafrecht ist kein Symbol
Dienstag 09.06.2026 17:00
Core, Oldenburg
Eintritt: €
Im Internet und auf der Straße, in den Buchhandlungen und Universitäten weht der rauhe Wind des Strafens. Wer Memes über Politiker postet, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Satirische Posts können Ermittlungen nach sich ziehen, manchmal Gerichtsverfahren, Geldstrafen. Zugleich werden in Politik und Gesellschaft verschiedene Maßnahmen diskutiert, etwa strengere Sanktionen für Angriffe auf bestimmte Berufsgruppen oder der Umgang mit extremen politischen Positionen im Kontext von Wahlen. Diese Entwicklungen werden von unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteur*innen getragen und begründet, etwa mit dem Ziel, Schutz vor Gewalt, Diskriminierung oder Desinformation zu verbessern. Dabei stellt sich jedoch die grundlegende Frage, welche Rolle das Strafrecht in einer offenen Gesellschaft einnehmen sollte – insbesondere dort, wo soziale und politische Konflikte verhandelt werden. Das Strafrecht ist das schärfste Schwert des Staates und hängt immer tiefer über unseren Köpfen. Vor diesem Hintergrund soll diskutiert werden, wie sich aktuelle Tendenzen zu verstärkter Regulierung und Sanktionierung im Kontext von Demokratie- Menschenrechtsbildung einordnen lassen und welche Alternativen es möglicherweise gibt. Welche Chancen und Risiken sind mit einer Ausweitung strafrechtlicher Instrumente verbunden? Und wie lässt sich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Freiheit, Schutz und staatlichem Eingreifen gestalten?
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