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Brodsky Quartet
Samstag 30.01.2027 10:30
De Oosterport, Groningen
Eintritt: 65 €

Tauchen Sie einen Tag lang in sechs der berühmtesten Meisterwerke Beethovens ein.

Das weltberühmte Brodsky Quartet begibt sich auf einen musikalischen Marathon und führt sämtliche späten Streichquartette von Ludwig van Beethoven (1770–1827) an einem einzigen Tag auf. Diese in seinen letzten Lebensjahren entstandenen Meisterwerke sind kühn, intensiv und ihrer Zeit weit voraus. Wir begegnen hier einem Komponisten, der alle etablierten Regeln hinter sich lässt, um seinen ganz eigenen Weg zu gehen. Ergänzt werden die Konzerte durch Vorträge und weitere Angebote, die neue Perspektiven auf diese fesselnde Musik eröffnen.

Beethoven komponierte diese sechs Quartette – Opus 127, 130, 131, 132, 133 und 135 – in seinen letzten Lebensjahren; einer Zeit, in der er bereits völlig taub war und sich zunehmend von den musikalischen Konventionen seiner Epoche gelöst hatte. Er spielt mit Form, Zeit und Erwartungen: Auf lange, stille Passagen folgen plötzlich eruptive Ausbrüche, während scheinbar einfache Melodien eine geradezu philosophische Tiefe gewinnen. Genau diese Eigenschaft verleiht der Musik eine solche Unmittelbarkeit und Menschlichkeit – als würde man Beethoven selbst dabei zuhören, wie er sucht, zögert und neue Entdeckungen macht.

Das Streichquartett Nr. 12 (Opus 127) eröffnet den späten Zyklus mit Erhabenheit und Feierlichkeit, lässt dabei aber auch große Wärme und Lyrik erkennen. Das Streichquartett Nr. 13 (Opus 130) endete ursprünglich mit der *Großen Fuge* – einem Werk, das so wild und komplex war, dass es für Beethovens Zeitgenossen kaum zu begreifen war. Auf Wunsch seines Verlegers komponierte er ein neues, leichteres Finale; die monumentale *Große Fuge* (Opus 133) wurde später als eigenständiges Werk veröffentlicht. Musikwissenschaftler betrachten sie als Vorläuferin der experimentellen Musik, die im 20. Jahrhundert entstehen sollte.

Das Streichquartett Nr. 14 (Opus 131) besteht aus sieben Sätzen, die nahtlos ineinander übergehen. Es ist eine musikalische Reise voller unerwarteter Wendungen, Kontraste und emotionaler Tiefe. Der berühmte langsame Satz des Streichquartetts Nr. 15 (Opus 132) enthält ein Dankgebet – den „Heiligen Dankgesang“ –, das Beethoven nach seiner Genesung von einer schweren Krankheit komponierte. Das Streichquartett Nr. 16 (Opus 135) vollendete er im Oktober 1826, fünf Monate vor seinem Tod. Der letzte Satz schließt mit der berühmten Frage – „Muss es sein?“ –, auf die die Antwort folgt: „Es muss sein!“

Das Brodsky Quartet lädt Sie zu einer faszinierenden Reise ein und bietet die Gelegenheit, diese wegweisenden Werke an einem einzigen Tag zu erleben.

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