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Aurich

40. Musikalischer Sommer: Romantische Klavierquartette

02.08.2024
Lambertikirche Aurich

in

20:00

Johannes Brahms: Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60 Antonín Dvorák: Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur op. 87 // Wolfgang Schröder (Violine) // Ruth Killius (Viola) // Xiaolu Li (Violoncello) // Iwan König (Klavier) Für dieses Konzert hat Intendant Iwan König drei „Sommer“-Freunde eingeladen: ECHO Klassik Preisträger Wolfgang Schröder ist Konzertmeister des Cyprus Symphony Orchestra, Ruth Killius wurde u.a. mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet und die charismatische Cellistin Xiaolu Li begeistert mit ihrer musikalischen Sensibilität. Eines der bedeutendsten Kammermusikwerke Antonín Dvoráks, sein Klavierquartett in Es-Dur, haben wir der Hartnäckigkeit seines Verlegers Fritz Simrock zu verdanken, der Dvorák immer wieder gedrängt hatte, seinem ersten Klavierquartett von 1875 ein weiteres folgen zu lassen. Dvorák ließ sich letztendlich allerdings fast 15 Jahre Zeit, bis er dieses gewünschte zweite Quartett schrieb. Zu groß war die Scheu vor der Könnerschaft Johannes Brahms‘. Nach der Uraufführung 1890 wurde jedoch deutlich, dass Dvoráks Es-Dur-Klavierquartett denen von Brahms ebenbürtig war und er einen Vergleich nicht scheuen musste. Johannes Brahms‘ 1875 veröffentlichtes, aufgewühltes c-Moll Klavierquartett hat eine noch viel längere Vorgeschichte als das zweite von Antonín Dvorák. Es trägt autobiographische Züge und wurde von Brahms über Jahre bearbeitet, überarbeitet und sogar am Ende von dem ursprünglichen cis-Moll nach c-Moll transponiert. Als er sein fertiges Quartett 1875 seinem Verleger Simrock schickte, ließ Brahms ihn scherzhaft wissen, man solle doch den Komponisten in der Notenausgabe im „Werther-Kostüm“ abdrucken. Augen- und ohrenscheinlich hatte Brahms in der Musik all seine leidenschaftliche Verzweiflung ausgedrückt, die aus der jahrelangen unglücklichen Liebe zu Clara Schumann erwachsen war. Foto: Xiaolu Li © Dong Yan | YANDONG Studio
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