Keine Höhenangst
»Ihr helles Timbre hat etwas Himmlisches«, schrieb das Hamburger Abendblatt über die Sopranistin Elionor Martínez. So überzeugend ist ihr Vortrag, so mühelos sind die Koloraturen, dass sogar schon die Alte-Musik-Koryphäe Jordi Savall unbedingt mit ihr zusammenarbeiten wollte. In der Elbphilharmonie singt sie Arien von unter anderem Claudio Monteverdi, Henry Purcell und Georg Friedrich Händel.
Neben diesen unbestreitbaren Größen des Barocks setzt sich Martínez auch für die heutzutage eher unbekannten Komponistinnen Barbara Strozzi und Francesca Caccino ein, die nicht nur als Sängerinnen hochgeachtet waren, sondern auch mit ihren Kompositionen Aufsehen erregten.
Für Martínez ist es zwar der erste Auftritt im Kleinen Saal der Elbphilharmonie, doch stand sie schon zweimal auf der Bühne des großen Bruders. Sie glänzte in einer Solo-Partie in Beethovens »Christus am Ölberge« und in Mozarts Großer c-Moll-Messe, in der sie als Sängerin herausstach: »Elionor Martínez, die herausragende Erscheinung im Solistenquintett, singt absolut koloraturen- und höhensicher – und zugleich anrührend schlicht.« (Hamburger Abendblatt)
