Die Ausstellung „Aus einer Hand – Erde und Feuer“ zeigt den kreativen Prozess des Kunsthandwerks von der ersten Idee über das Material bis zum fertigen Objekt. 39 Mitglieder der AKB – Angewandte Kunst Bremen akbbremen.de – präsentieren ihre Werke.
Unbearbeitete Rohstoffe, Skizzen, Werkzeuge, Probestücke – sie erzählen vom Üben, Scheitern und Gelingen. Werkstattfotografien, kurze Filmsequenzen und Geräusche aus den Ateliers lassen die Arbeitsprozesse lebendig werden. Eine Video-, Film- und Klanginstallation ergänzt die Schau. Eine Pflanzen- und Erdinstallation, gestaltet von einem Gartendesigner, rundet das Erlebnis ab.
„Aus einer Hand“ steht für Objekte, die eine einzige Person formt, schneidet, brennt oder webt – unverwechselbar und nicht reproduzierbar. Idee, Ausführung und künstlerische Entscheidungen liegen in denselben Händen. In einer Zeit, in der Algorithmen gestalten und Maschinen produzieren, setzt der Titel ein klares Zeichen für das Menschliche im Gegenstand.
„Erde und Feuer“ verweist auf die Ursprünge des Kunsthandwerks. Ton, Sand, Erz, Holz, Pflanzenfasern, Pigmente – fast alle Materialien stammen aus der Erde. Feuer verwandelt sie: im Brennofen, in der Esse, beim Trocknen, Härten, Schmelzen. „Erde und Feuer“ bildet das Fundament, auf dem das Kunsthandwerk ruht.
Der Veranstalter: Die AKB (Angewandte Kunst Bremen) – ein Verband, neun Gewerke, tausend Ideen. Sie vereint 50 Mitglieder und organisiert professionelle Jahres- und Themenausstellungen, die das Kunsthandwerk in seiner Vielfalt zeigen.
Der Veranstaltungsort: Wilhelm Wagenfeld Haus. Wilhelm Wagenfeld (1900-1990), einer der bedeutendsten deutschen Industriedesigner des 20. Jahrhunderts, arbeitete selbst mit Glas – einem Material, das ohne Feuer nicht existiert. Aus dem Bauhaus kommend, verband er Nützlichkeit und Schönheit im Alltagsgegenstand – eine Haltung, die ihn mit der AKB verbindet.
