Ein Ehepaar in der Mitte des Lebens spielt seine eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft durch. Die Reisen, die Krisen, die Glücksmomente. Was wollen wir erinnern? Wer sind wir miteinander und ohne den anderen? Was bleibt, was prägt, was hat mehr Gewicht? Was wäre gewesen, wenn…? Wir wissen zwar, was war – aber wollen wir auch wissen, was sein wird? Es stellen sich Fragen von existenzieller, berührender, tragikomischer Wucht. Hat man vielleicht aneinander oder gar am eigenen Leben vorbeigelebt? Was wäre gewesen, hätte man andere Wege eingeschlagen, andere Entscheidungen getroffen?
„Lutz Hübner und Sarah Nemitz, dem erfolgreichen Autorenduo, ist es mit „Was war und was wird“ wieder einmal geglückt, eine Geschichte lebensnah und glaubhaft, im Wechsel zwischen Humor und Ernsthaftigkeit, ja, sogar Tragik zu erzählen.
Die Veränderungen, und das ist das Großartige an diesem Abend, bleiben nicht äußerlich, sondern finden ihre natürliche Fortsetzung in der Haltung der Schauspieler und in ihrem Zusammenspiel. Die vielen äußerlichen Wechsel geschehen, ohne dass zwischen Jacqueline Macaulay und Markus Gertken die Spannung nachlässt. Und sie schaffen es, dass wir in keinem Moment das Interesse verlieren, sondern die beiden Menschen mit Anteilnahme begleiten. …
Sind die Rückblicke bei aller Ernsthaftigkeit oft komisch, geht es wirklich ans Herz, ohne sentimental zu werden, beim Blick nach vorn, zu dem, was vielleicht sein wird. Zu Alter und Krankheit und wie Anke und Theo damit umgehen, bzw. sich vorstellen, wie sie damit umgehen werden. Aber keine Angst, das ist zwar das Ende des Titels, aber nicht das Ende der Geschichte. Der Abend entlässt uns nachdenklich und heiter gleichzeitig. Bravo!“
