»Frohes neues Jahr!« – oder wie man auf Tschechisch sagen würde: »Šťastný nový rok!«: Der Jahreswechsel 2026/2027 steht beim NDR Elbphilharmonie Orchester ganz im Zeichen der mitreißenden Musik Tschechiens. Aus gutem Grund, sind Hamburg und Prag doch nicht nur über Elbe und Moldau miteinander verbunden, sondern auch durch ihre Städtepartnerschaft seit 1990.
Für die Konzerte an Silvester und Neujahr hat sich das Orchester gleich zwei ausgewiesene Experten für alles Tschechische eingeladen: den Geiger Josef Špaček und den Dirigenten Petr Popelka, der 2019 erster Conductor Fellow beim NDR war und mittlerweile Chefdirigent der Wiener Symphoniker ist. Schwungvoll eröffnet Smetanas rasante Ouvertüre zu »Die verkaufte Braut« den festlichen Abend. Anschließend glänzt Josef Špaček in Josef Suks hierzulande selten zu hörender Fantasie für Violine und Orchester – einem der bekanntesten Werke des Komponisten. Kein Wunder: Der Schwiegersohn und Schüler Dvořáks war selbst Geiger und schrieb seinem Instrument Melodien voll Expressivität und tiefem Empfinden auf die Saiten.
Natürlich darf an einem Abend wie diesem auch Musik von Antonín Dvořák nicht fehlen: Mit dem Vorspiel und der Ballettmusik aus der Oper »Die Teufelskäthe« zeigt sich der Komponist von seiner dramatisch-farbenreichen Seite – ein Werk voller Temperament und eingängiger Themen in klassischer Dvořák-Manier. Krönender Abschluss aber ist Leoš Janáčeks Sinfonietta, ein strahlender Hymnus auf die Freiheit und Energie des modernen Tschechiens. Mit ihren kraftvollen Fanfaren, gespielt von extra vielen Trompeten, und leuchtenden Klangfarben bildet sie den idealen Ausklang dieses glanzvollen Programms zum Jahreswechsel.
