Ein performatives Theaterstück
über Grenzen, Körper und Macht
Am Anfang vielleicht kein Wort, sondern ein Atem. Ein Körper im
Raum. Noch ohne Zuschreibung. Noch ohne Grenze.
Und dann: Blicke. Regeln. Strukturen, die sich einschreiben. In
Körper. In Stimmen. In Bewegungen.
BIS HIERHIN … UND WEITER macht sichtbar, was oft unsichtbar
bleibt: Grenzen, die nicht gezeichnet sind und dennoch wirken.
Räume, die offen scheinen und doch nicht allen gleichermaßen
gehören.
Was als individuelle Erfahrung erscheint, ist oft Teil eines größeren
Zusammenhangs. Was als persönliche Geschichte beginnt,
verweist auf gesellschaftliche Strukturen. Und was als leise gilt, ist
nicht selten politisch.
Das Stück stellt Fragen, ohne sie aufzulösen: Wer setzt Grenzen?
Wer darf sie überschreiten? Wer wird gehört? Wie weit reicht ein
Körper, wenn er beginnt, sich selbst zu gehören? Und was kann
entstehen, wenn wir einander wirklich hören?
Elf Frauen unterschiedlicher Generationen stehen gemeinsam auf
der Bühne. Sie verhandeln Konkurrenz und Solidarität, Wut und
Sprachlosigkeit, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Sie erzählen
von Erwartungen, die an Frauen gestellt werden, von Blicken, die
bewerten, von Erfahrungen, die verbinden und trennen.
