LSD and the Search for God tauchten 2005 an der Küste Nordkaliforniens auf – scheinbar aus einer anderen Zeit und Welt stammend – und versorgten San Francisco mit hypnotischen Shows, die auf wirbelnden Gitarren, sphärischen Drones, verzerrten Popmelodien und verträumten Gesangsharmonien basierten.
Frühe Auftritte und Aufnahmen weckten Vergleiche mit Bands wie My Bloody Valentine, Slowdive, Yo La Tengo, Spacemen 3 und Sonic Youth und verhalfen der Gruppe schnell zu dem Ruf, ein absolutes Muss in der nordkalifornischen Shoegaze- und Psychedelic-Underground-Szene zu sein. Ihre selbstbetitelte Debüt-EP (Mind Expansion Records, 2007; Don Giovanni, 2025) war bereits vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin ausverkauft, erntete begeisterte Kritiken und taucht bis heute regelmäßig auf Listen der wichtigsten Shoegaze-Veröffentlichungen auf.
Alle fünf Songs festigten den Status der Band als Schlüsselfiguren des Shoegaze-Revivals der späten 2000er Jahre. Doch der vierte Titel, „Starting Over“, erwies sich als entscheidender Meilenstein. Er fängt die Essenz des Genres ein – mit in den Mix eingebetteten Gesangsharmonien und einem fein ausbalancierten Gitarrenspiel, das zwischen leiser Intimität und gewaltigen „Wall-of-Sound“-Wellen changiert. „Starting Over“ bewegt sich in dem seltenen Spannungsfeld zwischen Verletzlichkeit und Größe; der Song entwickelte sich vom reinen Fan-Favoriten zu einer modernen Shoegaze-Hymne – einem Stück, das untrennbar mit der Bewegung verbunden ist, die es mitgeprägt hat.
Nachdem ihr Kult-Debüt bereits für große Erwartungen gesorgt hatte, lieferte die Band eine zweite EP ab, die diese noch übertraf, ihren Sound erweiterte und ihre künstlerische Vision schärfte. *Heaven Is a Place* (Space Age Recordings, 2016; Don Giovanni, 2025) landete auf zahlreichen „Best-of“-Listen und ist laut *It’s Psychedelic Baby Magazine* „... kontrollierter Pop, der Bedeutung hat; ein Sound, verwoben aus Fuzz, Hall, Feedback und einer ewigen Glückseligkeit, die einen auf der Stelle dahinschmelzen lässt.“
*Pop Matters* bezeichnet das Werk als „eine lang ersehnte Predigt für die Gläubigen und eine mitreißende Einführung für neue Anhänger“, während *Primal Music* von „einer weiteren erstaunlichen Sammlung aus fünf psychedelischen Geschichten“ spricht, „die in denselben sphärischen Zutaten schwelgen, die mich schon 2007 völlig umgehauen haben.“
