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Laibach
Donnerstag 08.10.2026 20:00
Große Freiheit 36, Hamburg
Eintritt: 56 €

MUSICK, Laibachs erstes Studioalbum mit Originalmaterial seit Spectre (2014). Auf MUSICK feiert und kritisiert Laibach zugleich unsere gegenwärtige Ära der verzerrten Realität und der grellen KI-Kopie.

Die Sammlung unwiderstehlich eingängiger Pop-Songs schwelgt in hypermoderner Postmoderne.

Der Albumtitel MUSICK ist der Schlüssel zu dieser Dualität. Er spricht von Übersättigung, von der Übersättigung mit Musik in einer Zeit, in der es so viel davon gibt, dass wir kaum noch etwas davon verarbeiten können. Täglich werden über 100.000 neue Tracks online hochgeladen, und immer mehr Songs sind KI-Kreationen, digitaler Müll. Wie so vieles im modernen Leben lässt uns auch das einfache Musikhören die Realität hinterfragen.

MUSICK thematisiert diese Krankheit durch ihre ständigen Klangveränderungen und Referenzpunkte, aber auch eine andere:
eine pathologische Hingabe an Musik – „eine Obsession, eine Art Droge“ –, die Laibach in diesem Zeitalter der Übersättigung weiterhin antreibt.

Die Gruppe verfolgte bei der Produktion des Albums in ihrem Studio in Ljubljana einen maximalistischen Ansatz.

Sie umgaben sich mit allem musikalischen Equipment, das sie finden konnten, von analogen Synthesizern über Spielzeug bis hin zu Computern voller Sound-Apps.
Sie luden Kollaborateure aus Slowenien und darüber hinaus ein, von ihrer langjährigen Weggefährtin Donna Marina Mårtensson bis zum Elektropop-Produzenten Richard.

Sie tauchten in ein breites Spektrum zeitgenössischer Musikproduktion ein,
von K-Pop und J-Pop bis hin zu Eurodance der 90er. „Unsere wichtigste Inspirationsquelle und unser Bezugspunkt blieb jedoch Laibach selbst“, so Laibach, „in all seinen Facetten, Variationen und historischen Wandlungen.“

„MUSICK ist zutiefst Pop, aber auch zutiefst Laibach.“

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