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Infotag: fair fruchtet
Samstag 09.05.2026 12:00
Weltladen Oldenburg, Oldenburg
Eintritt: €
Am Samstag, den 9. Mai macht der Weltladen Oldenburg auf schlechte Arbeitsbedingungen und unfair verteilte Gewinne im Handel mit Orangen, Mangos und Bananen aufmerksam – zum Weltladentag gemeinsam mit 300 Weltläden bundesweit. Von 12-15 Uhr lädt der Weltladen Interessierte zu interaktiven Angeboten ein: Was ist ungerecht – und was wäre fair? Mit Quizfragen, konkreten fairen Alternativen, Produkten zum Probieren, Ausmalbildern für Kinder und einer Ausstellung rund um die Orange. Die internationale Obstproduktion ist ein Milliardengeschäft, doch profitieren vor allem wenige große Handelskonzerne. In Deutschland kontrollieren vier Unternehmen rund 85 Prozent des Lebensmittelmarktes – mit gravierenden Folgen für Obstproduzent* innen weltweit. Diese Marktmacht setzt Lieferanten massiv unter Preisdruck – häufig so stark, dass Produktionskosten kaum gedeckt sind. Canan Barski, Koordinatorin im Weltladen Oldenburg, berichtet über die Missstände auf vielen konventionellen Obst-Plantagen: „Für die Produzent*innen bedeutet der Obstanbau oft harte körperliche Arbeit, niedrige Löhne und befristete Verträge. Viele Plantagen gehören internationalen Konzernen, die hohe Gewinne erzielen. Bei den Produzent*innen am Anfang der Lieferkette bleibt kaum etwas hängen.“ Der Faire Handel fordert menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine gerechte Wertschöpfung entlang der Lieferketten. Faire Preise, Transparenz und partnerschaftliche Handelsbeziehungen stehen im Mittelpunkt. Marcel Martetschläger von der Fair Trade Genossenschaft WeltPartner zeigt am Beispiel von Mangos, wie Fairer Handel wirken kann: „Wir arbeiten seit Ende der 1980er-Jahre mit der Organisation Preda auf den Philippinen zusammen. Der Faire Handel sichert Kleinbäuer*innen stabile Einkommen und Perspektiven vor Ort. Gleichzeitig finanziert der Verkauf unserer Mango-Produkte rund die Hälfte der Kinderschutzarbeit von Preda. Jede verkaufte Mango trägt dazu bei, Kinder vor Ausbeutung zu schützen und ermöglicht ihnen Zugang zu Schutzräumen, Therapie und Schulbildung.“