Kammerkonzert
Freitag 22.05.2026 19:00
Martin-Luther-Kirche Emden, Emden
Eintritt: ab 12 €
Maximilian Hornung, einer der großen deutschen Cellisten der jüngeren Generation, gibt sein Debüt bei den Gezeitenkonzerten. Er ist vielfach preisgekrönt, international als Kammermusiker und Solist mit Orchester aktiv und außerdem Professor an der Münchner Musikhochschule. Neben seiner außergewöhnlichen technischen Meisterschaft zeichnet sich sein Spiel durch einen enorm wandlungsfähigen, kräftigen und einzigartigen Ton, ein unerschöpfliches Spektrum an Klangfarben und eine große Natürlichkeit aus. Seine charismatische Präsenz und die Fähigkeit, auf zutiefst emotionaler Ebene eine Verbindung zum Publikum herzustellen, heben ihn besonders hervor. In der Martin-Luther-Kirche Emden ist er als Solist im Konzert mit der renommierten Camerata Bohemica Prag zu erleben, die mit ihrem Leiter Gudni Emilsson ebenfalls erstmals zum Festival kommt.
Das Programm ist zweigeteilt: Die Wiener Klassiker Haydn und Mozart begegnen darin den beiden Tschechen Dvořák und Suk. Schwungvoll eingeleitet wird das Konzert von Wolfgang Amadeus Mozarts Serenade G-Dur KV 525, besser bekannt als die „Kleine Nachtmusik“ – klassischer geht es wirklich nicht. Ebenso viel Spaß wie Mozarts heiterer Geniestreich machen aber Joseph Haydns Cellokonzerte. Das Konzert Nr. 1 in C-Dur war lange verschollen und wurde 1961 in Prag wieder entdeckt. Antonín Dvořák schrieb „Waldesruh’“ ursprünglich als vierhändiges Klavierstück, bearbeitete es später für Cello und Klavier und orchestrierte es schließlich 1893 in New York. Josef Suk gehört inzwischen wohl nicht mehr zu den Unbekannten, in der ersten Reihe steht er freilich auch nicht. Im Grunde ist er „hauptberuflich“ Dvořáks Schüler und Schwiegersohn geblieben. Direkt von Dvořák angeregt wurde seine Serenade für Streichorchester, ein wunderbares Werk in lyrischem Ton.
