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Ilse Weber (1903 -1944) – Briefe, Lieder und Gedichte
Sonntag 01.03.2026 17:00
St. Stephanus, Oldenburg
Eintritt: €
Ilse Weber, geboren 1903 in Witkowitz bei Mährisch-Ostrau, war eine bekannte Kinderbuch- und Hörspielautorin und Lyrikübersetzerin. Sie schrieb kleine Theaterstücke für Kinder und Gedichte, die sie z.T. auch vertonte. 1928 veröffentlichte sie unter ihrem Mädchennamen Ilse Herlinger Jüdische Kindermärchen. Nach ihrer Heirat mit Willi Weber im Jahr 1930 wurden die Söhne Hanuš (1931) und Tomáš (1934) geboren. Hanuš konnte 1939 mit einem Kindertransport nach England gebracht werden und kam dann nach Schweden. Die restliche Familie wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort arbeitete Ilse Weber auf der Kinderkrankenstation. In dieser Zeit entstanden weitere Gedichte und Lieder. Als die Kinderkrankenstube zur Deportation nach Auschwitz bestimmt wurde, meldete sich Ilse Weber freiwillig, um die kranken Kinder zu begleiten. Sie, ihr Sohn Tomáš und die anderen Kinder wurden gleich nach der Ankunft am 6. Oktober 1944 im KZ Auschwitz ermordet. Willi Weber und Hanuš konnten den Holocaust überleben. Willi Weber kehrte nach Kriegsende nach Theresienstadt zurück, um die Gedicht-Manuskripte seiner Frau, die er vor der Deportation dort eingemauert hatte, zu bergen. Auf diese Weise blieben sie erhalten und konnten posthum herausgegeben werden. Der Eintritt ist frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.